Gleich nach 30 km die erste Sonderprüfung. Der Feldweg ist
breit und rot und rutschig. 55 Kilometer, wieder mit 75 km/h Schnitt. Diesmal
werden wir nichts verlieren, keine einzige Sekunde. Hans ist wild entschlossen. Der
Motor heult, der Direktor driftet, mein Chauffeur ist erregt. Wir nageln mit
einem 90er-Schnitt durchs Ziel und schauen aus wie Sau. Jetzt erst mal eine
Komplettwäsche, damit wir wieder unter die Leute können. Das Handprogramm für
zehn Reales.
| Den schärfste Gegner immer im Visier. Der Brite Steve Hyde in seiner Pagode startet unmittelbar vor uns. |
| Die Streckenführung ist diesmal mäßig kreativ. |
| Nach der Arbeit ein ausgiebiges Schaumbad. Herr Direktor im Schönheitssalon. |
| Österreichische Feinarbeit mit deutscher Kennung. Weil für die Einzeltypisierung keine Zeit mehr war, fahren wir mit Marburger Nummerntafel. |
| Mit verbogenem Querlenker heute nur mit Halbgas unterwegs. Der Australier Reg Toohey mit seinem Camaro. |
| Bolivien lässt schon grüßen. Vorbei mit locker-lässig-lächelnd. |
| Unser Beitrag zum Schutz des Naturreservats Pantanal. Na, wenn das nicht hilft? |
Vor dem Zielort Corumba cruisen wir durch das Pantanal, eine Art Naturreservat. Faszinierende Tierwelt neben und auf der Straße. Eine Bisamratte, so groß wie ein Hund, kümmert sich nicht um uns, als wir mit 140 vorbeibrettern.
Vor lauter Natur haben wir übersehen, dass Tankstellen hier
so rar sind wie der Jaguar. Und Herr Direktor schluckt im Tiefflug wie ein Braumeister. Es
wird eng mit dem Sprit. Gott, wäre das peinlich. Die Reserveanzeige leuchtet 75
km vor der nächsten Zapfsäule auf. Benzinkanister an Bord sind in Brasilien per
Gesetz verboten. Jetzt kommt uns die Erfahrung von ungezählten Economy-Rallyes
zu Gute. Wir schleichen wie Seidenraupen über den glühenden Asphalt. Mit Glück finden
wir schließlich einen sportlichen Sattelschlepper als Wirt. Er zieht uns in seinem
Windschatten umweltschonend zur Tränke. Knapper Dank mit Hupe und Abnicken.
Am Hotelparkplatz wartet Andi schon mit zwei kühlen Skol auf uns. Das Hotel Nacional ist das erste Haus am Platz, verfügt über eine pfeilschnelle Internetverbindung und über allerlei Annehmlichkeiten, um einen Nachmittag gemütlich ausklingen zu lassen.
| Das tägliche Nachmittagsgewitter trifft heute andere. |
Am Hotelparkplatz wartet Andi schon mit zwei kühlen Skol auf uns. Das Hotel Nacional ist das erste Haus am Platz, verfügt über eine pfeilschnelle Internetverbindung und über allerlei Annehmlichkeiten, um einen Nachmittag gemütlich ausklingen zu lassen.
| Für Hans ist er der Piece Brosnan von Marburg. In drei, vier Jahren wird Robbie Peil dann auch als Dennis Quaid einchecken können. |
| After-work-drink am Parkplatz. Jörg Lemberg im Fachgespräch. |
Auf jeden Fall, rät Dr. Chris, sollen wir in den nächsten
drei Tagen auf jeden Fall und komplett auf Alkohol verzichten. Aber am Weg in die Hotelbar hören wir das kaum mehr.
| DACH gegen den Rest der Welt. Die deutsch-österreichisch-schweizerische Community schwänzen den Arztvortrag. |
An alle Mitleser
AntwortenLöschenFlug zur Zielankunft: 5900 Euro 43 Stunden Reisezeit.
Wer ist dabei ???
Blog hinkt leider einige Tage hnterher. Super lässig ist allerdings die GPS Karte auf der HH homepage, wo man das Fortkommen live verfolgen kann und somit auf dem Laufenden bleibt. Nächste Jahr erwarte ich dann übrigens eine Helmkamera, damit wir euch auch beim Schrauben zusehen können.
AntwortenLöschenDie tolle Zwischenzeit nach dem 1.Drittel der Rallye läßt hoffen, dass es kein Werner Grissmann oder österreichisches Hätti Wari Schicksal am Schluss gibt.
Also nochmals Schulterklopfen für den Direktor, seine Gaspedalstreichler und montiert im endlich die Standarten
liebe Grüsse aus der Heimat. Es riecht bereits nach Frühling und Golfwetter.
rudi