Sonntag, 24. März 2013

Frieren in Feuerland



Tag 29               Rio Gallegos - Rio Grande               376 km


Wo bin ich? Was mache ich hier? Die ersten Sekunden mit offenen Augen bringen keine Antwort. Gestern viel für die Völkerverständigung getan. Heute wird ein leiser und stumpfer Tag. Die Marshalls tragen dazu bei. Die letzte Sonderprüfung wurde abgesagt. Jetzt heißt es, nur noch ins Ziel zu rollen.

Vor unserer Windschutzscheibe zieht das Bekannte vorbei. Trockene flache Unendlichkeit. Die Höhepunkte werden heute die Überquerung der Magellan-Straße, das Betreten von Feuerland, die Ein- und Ausreise aus Chile und ein Patschen an ebendieser Grenze sein. Das Bisschen, das darüber zu erzählen ist, passt auch in Bildtexte. Bis morgen.

Damit auch das erledigt ist. Die Gerade für heute gleich zu Beginn. Die Kurve am Schluss habe ich nicht mehr wach erlebt.

Vor dem Bau des Panama-Kanals war die Magellan-Straße die gängige
Schiffsroute zwischen Pazifik und Atlantik. Das brachte Wohlstand ans Ende der Welt.
Dieser ging wieder als die Amerikaner ihren Kontinent in der Mitte durchbohrten.

Am Sprung nach Feuerland. Es gibt keinen Namen, der weniger zu dieser Insel passt.

Beim Verhandeln dieser Grenzlinie muss
Alkohol im Spiel gewesen sein.
 
Kein Tag ohne Kurze. Am Schluss werden alle zusammenlegen
und Chefmechaniker Toby Kilmer eine Lange schenken.

Eine Stunde warten auf die Fähre. Heute einer der Highlights.

Trüber Blick. Muss an der Kamera liegen.


Trockene flache Unendlichkeit.

Nicht mehr tanken bis ins Ziel.
 

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