Tag 23 Pucon - Bariloche 398 km
Heute beginnt Patagonien. Genau genommen liegt es südlich der
Flüsse Rio Biobio und Rio Colorado. Irgendwann werden wir heute diese gedachte
Linie überqueren. Vorher passieren wir nochmals die Grenze nach Argentinien.
Eine breite, glatte Schotterstraße bringt uns hinauf zum Pass. Es wird gerade
hell als wir kurz vor acht bei der Grenzstation anläuten. Alles geht ruck-zuck.
Mittlerweile benötigen wir für die Abfertigung nur mehr 30 Minuten.
War gestern noch Spätsommer, ist heute schon Herbst. Der Cerro
Villarrica neben uns, obwohl knapp 2500 Meter hoch, trägt eine weiße Haube.
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| Der Vulkan Villarrica. Nur 2500 Meter hoch und schon ein Hauberl. |
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| Zu weiten Ebenen fällt mir bald nichts mehr ein. Aber schön sind sie. |
Eine malerische Gegend wartet auf uns. Ein See reiht sich an
den anderen. Alle gefasst von steilen Feldhängen. Das Salzkammergut
Argentiniens. Alles nur ein bisschen größer. In San Martin de los Andes kehren
wir ein. Ein niedlicher Skiort. Saalbach auf Spanisch. Mitten drin ein
stattliches Sportgeschäft namens Austria.
Wieder ein Landsmann, der in der Fremde sein Glück gefunden hat. Kaffee und
Toast im benachbarten Irish Pub. Luftballons werden gepumpt. Morgen sei San Patricio, für uns Iren auch St.
Patrick´s Day. Keine Zeit verlieren. Der nächste Skiort wartet. Bariloche,
genau gesagt San Carlos de Bariloche.
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| Der Sportshop Austria in San Martin würde auch Saalbach schmücken. |
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| Damit dürfte hier gut Geschäft zu machen sein. |
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Man denkt es sei umgekehrt, aber der aufgepimpte Kaffee lag
nachher schwerer im Magen als der Spezialtoast. |
Vorher noch 200 km feine Straßen mit viel Wald. Um 15 h rollen
wir in Bariloche ein. Der berühmteste Skiort Argentiniens. Der ÖSV nützt die
hiesigen Pisten seit Jahren für seine Sommertrainingslager. Vor einigen Monaten
plünderte die Bevölkerung gewaltsam mehrere Supermärkte. Großer Aufruhr. Als
Protest gegen die chaotische Wirtschaftspolitik der Regierung, hieß es.
Vielleicht auch nur, um sich das eine oder andere Schnäppchen zu sichern.
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| Der erste von gut einem Dutzend Seen im argentinischen Salzkammergut. |
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Und dann verkündet neben der Baustelle eine Werbetafel der Regierung:
"Und auch hier wächst die Nation" |
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| Frischluft am Aussichtspunkt. Beiden war danach leicht schwindlig. |
Bariloche liegt zwischen dem See Nahuel Huapi und dem
Hausberg Cerro Otto. Dazwischen findet sich wenig Glanz. Ein paar nette Shops,
kaum schicke Hotels, wenig Grund zu bleiben. Schnell dorthin, wo es schöner
ist.
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| Blick über den Nahuel Huapi auf Bariloche. |
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| Der meistgebrauchte Name im Hotelgeschäft. Jetzt auch in Bariloche. |
Wir wohnen 25 km außerhalb der Stadt im Hotel Llao Llao. Ein
Leading Hotel mit viel Patina. Erbaut wurde es in den Dreißigerjahren vom argentinischen
Architektenstar Alejandro Bustillo fast nur aus Holz. Es brannte gleich mal
komplett ab. Bustillo baute es ein zweites Mal, diesmal mit etwas Beton. Der
gewaltige Kasten steht bis heute.
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| Das Llao Llao. Von außen ein bisschen älplerisch .... |
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| .... aber innen Grand Hotel pur. |
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| Wo Holz irgendwie ging, wurde Holz verwendet. |
Wir werfen uns in die weichen Fauteuils in der ausladenden
Lobby. Zwei große Kamine warten auf den Winter. Der Abend verläuft ruhig. Buffet
im Hotel. Alle sind müde von gestern und überhaupt von den letzten vier Wochen.
Noch ein Drink an der Bar. Dann kommt der Tango. Von einer Sängerin. Es gibt
kein wirksameres Betthupferl als gesungenen Tango.
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John Brigden beim allabendlichen Drivers Briefing. Und ja,
er hat eine Wette verloren. |
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Der Klassensieg von vorgestern, haben wir gestern wieder hergegeben.
Wir führen jetzt wieder um zwei Punkte vor Steve Hyde und
liegen insgesamt ex aequo am dritten Platz. |
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