Tag 26 Los Antiguos - Gobernador Gregores 407 km
Rabia Schlatter hat heute Geburtstag. Unser Zielort ebenso. Das
ließe eine ausgelassene Party erwarten, wären wir nicht zu Gast in Gobernador
Gregores. Eine kaum beschriebene Ansammlung von Häusern mitten im tiefsten
Patagonien. Immerhin hat der örtliche Autoclub für uns eine Autoshow organisiert.
Mit unseren Autos.
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| Schlaflos in Los Antiguos. Der Blick aus dem Fenster entschädigt. |
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| Von Stammlesern sehnlich erwartet: die Gerade des Tages. |
Am Morgen schauen Humpty & Dumpty vorbei und gratulieren
uns zur gestrigen Leistung. Well done! Wir seien mit Abstand die Besten gewesen.
Das Programm für heute bietet more of the same. Eine lange Jogularity, gleich danach eine Speedprüfung.
Letztere wurde erwartungsgemäß gestern schon abgesagt.
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| Wegen des Dauerwinds die zweitbeste Art, Patagonien zu bereisen. |
Obwohl eine lange Prüfung über fast 200 km, fahren heute
wieder fast alle mit. Entsprechend hoch geht´s während der Wartezeit zu. Die
Briten stimmen im Chor ihre zweite Hymne Rule
Britannia an. Ein seltsam schöner Genuss mitten im Nichts. Ein Happy Birthday der deutschsprechenden
Fraktion verhallt danach unbemerkt.
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| Der harte Kern. Während andere schon am Massagetisch liegen, erfüllen diese zwölf Aufrechten ihre sportliche Pflicht. |
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| Philosophieren statt lunchen. Kann mitunter auch schwer im Magen liegt. |
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Hustend, aber entspannt. Martin hat beim Schweizer Nichtrauchduell
ganz offensichtlich die Längere gezogen. |
Das Mechanikerauto, das uns gestern gerettet hat, kam heute
zu spät. Das Pferd, das am Straßenrand lag, war schon tot. Angeblich lagen die
Vorderbeine abgetrennt neben dem Kadaver. Jetzt ragen sie makaber von der Stoßstange.
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| Über Geschmack lässt sich streiten. |
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| Ohne Klebeband wäre die Rallye vermutlich schon abgebrochen worden. |
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| Außenliegender Kühlschrank. |
Nach 47 km sind alle vier Messpunkte abgearbeitet. Wir
bekommen elf Strafsekunden. Nicht am Punkt. Mal sehen, wo uns das hinbringt.
Gegner sind bekanntlich nur Andi und Robert. Sind schon um 13.45 h am Ziel.
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| Endlich ein bisschen Platz auf der Sonderprüfung. |
In Gobernador Gregores wohnen 2500 Einwohner. Fremdenverkehr
existiert nicht. Es gibt nichts zu sehen. Deswegen ist kein Hotel groß genug,
um alle Teilnehmer aufzunehmen. Wir werden auf vier Häuser aufgeteilt. Unseres
ist sauber, ganz okay und knallorange. Es gibt Internet kostenlos, aber nur wenn
man am Nachmittag sonst nichts vor hat. Hans und ich gönnen uns zum Lunch ein
Wiener Schnitzel und fragen uns danach, was der Koch von Beruf sein mag.
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| Abgelegen, aber freundlich. Durch einen Triumphbogen in unseren Gastort. |
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| Aufmunterung für die staubigen Gringos. |
Um acht Galadinner im Dorfhalle. Ich vermute, dass wieder
der Autoclub verantwortlich zeichnet. Es gibt Fleisch, und zwar richtig. Vor der
geschmückten Dorfhalle grillen Rinderteile und Würste über offenem Feuer.
Daneben sind drei Lämmer aufgespannt. Ich kenne Leute, die wären spätestens
jetzt zu Vegetariern konvertiert.
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| Dahmen/Schwager sind gestern mit schwächelnder Benzinleitung mitten im Test liegen geblieben. Ihr Pech, unser Glück. Wir rutschen auf den zweiten Rang in der Gesamtwertung vor. |
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| Dinnervorbereitung im Dorfsaal. Die Hussen kommen morgen |
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| Mit Jack Amies, Martins Beifahreringenieur, bei der Arbeit. |
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Die Würstel waren schnell durch. Bei den Lämmern
verschätzte sich der Grillmeister aber anständig. |
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Vor Rabias Strahlen schaut auch ein Eselkarren aus
als wäre er von Harry Winston. |
Rabias Geburtstagsessen kann hier nicht stattfinden. Die
deutschsprachige Kolonie verzieht sich in unser Hotel. Nach zwei Runden Happy
Birthday wissen auch die anderen Gäste, dass wir jetzt da sind. Danach beweist
uns der Koch von mittags, dass auch Argentinier ein Steak komplett verhauen
können. Trocken wir Knäckebrot. Wäre da nicht der Malbec.
Beim Gehen lernen wir noch an der Bar nettes Ehepaar aus der
Nachbarschaft kennen. Sie sind mit ihren Kindern gekommen, um wieder mal schön
essen zu gehen. Und jetzt fahren sie gleich wieder die 83 Kilometer zurück zu
ihrem Hof.
Zum Einspruch von Stevenson und Hyde hat die Jury noch immer
keine Entscheidung bekannt gegeben.
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